Ich kann es mir nicht verkneifen, aus dem fernen Jerusalem mich in die deutsche Politik einzumischen.
Ich favorisiere den Präsidentschaftskandidaten Christian Wulff, da seine Wahl Merkels Position stärkt. Er wäre ein Präsident für die Einheit Deutschlands, für Werte und Gerechtigkeit. Dabei bezieht er seine Kraft, nach eigenen Angaben, von Gott:
"Es gibt Menschen, die auf ganz selbstverständliche Weise den christlichen Glauben durch ihre Eltern erlebt haben. Und es gibt Menschen, die sich erst im Laufe ihres Lebens Gott nähern. Aber es gibt für jeden Menschen die Chance, seine ganz persönliche Beziehung zu Gott zu entwickeln. Die Bibel erzählt, was Gott für viele Menschen war und was er auch für die Menschen von heute sein kann - ein fester Halt und die Mitte ihres Lebens.
Für mich erschließt sich Gott über "Gottvertrauen", denn Gott bedeutet Vertrauen: Vertrauen auf den neuen Tag, auf ein gutes Ende in schwierigen Situationen, schließlich auch Vertrauen auf das Leben nach dem Tod. Vertrauen gibt Sicherheit und Geborgenheit, gibt Kraft und macht Mut. Ich versuche, dieses Vertrauen an meine Mitmenschen weiterzugeben und freue mich, wenn ich Bestätigung erfahre. Mit Mißtrauen können und werden wir die Herausforderungen der Zukunft nicht bewältigen. Aktuelle Themen wie die Gesundheitsreform, die Rentenkrise, die Innere Sicherheit fordern von uns mutige, weitreichende, aber auch gerechte Entscheidungen. Nur mit Mut und Kraft werden wir diese Probleme bewältigen und mit Gottes Hilfe zu einem guten Ende bringen. "Des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit" zeigt die Größe Gottes und sollte uns Menschen das erforderliche Maß an Bescheidenheit vermitteln. Eine Rückbesinnung auf christliche Werte und Gottvertrauen stärken uns und unsere Gesellschaft. Gewalt hätte bei uns keine Chance, wenn wir uns an diesen Werten orientieren und wenn wir sie auch verstärkt in der Erziehung vermitteln.
Gott ist für mich auch Harmonie und Einklang mit der Natur. Wenn ich mit meiner Familie - leider selten genug - am Sonntag im Wiehengebirge spazieren gehe und den Gleichklang spüre zwischen uns und der Stille der Natur - auch dann fühle ich Gott. Gott ist für mich allgegenwärtig."
Q: "Was sagt mir 'Gott'?"- Antworten von Prominenten.
http://www.christ-in-der-gegenwart.de/aktion/wsgott/prominente/index_html?k_beitrag=555665
auch interessant: http://christian-wulff.de/_Christian-Wulff/politik/ziele.php
Mittwoch, 30. Juni 2010
Montag, 28. Juni 2010
mitten im Leben
Gestern, nach Schichtende, sputete ich mich zur Zentrale meines Trägers zu kommen, denn den ganzen Nachmittag war die Tür geöffnet für Volontäre und Menschen, welche dem Träger oder dessen leitenden Personen nahe stehen, sich von Olga Unruh zu verabschieden. Olga ist in ihrer Zeit als zweite Leiterin in Jerusalem vielen ein Vorbild geworden. Sie brachte viel Liebe und Leidenschaft für ihre Arbeit mit und wird wohl ein Loch in der Einsatzstelle Jerusalem hinterlassen. Doch für sie fängt jetzt ein neuer Lebensabschnitt in Deutschland an und uns bleibt nur ihr alles Gute und Gottes Segen auf dem Weg zu wünschen.
Direkt im Anschluss an Gebäck und Getränken wurde die Leinwand aufgebaut und ich sah mich gezwungen, das Deutschalndspiel mitanzusehen. Das doch recht interessante und Tor-reiche Spiel versetzte meiner allgemeinen Apathie gegen Fußball einen herben Schlag und ich fing an, den einzigen England-Fan in unserer Runde, Walter Bingham, zu bemitleiden. Geboren in Karlsruher (alter Name: Wolfgang Billig) und der Shoa nach England (wo er dann zur Armee ging, mit welcher er dann in Deutschland als Rettungswagenfahrer an der Front diente) entkommen, weißt der symphatische Mann einen Schatz von Erfahrung und Erinnerungen auf. Bei der ersten Begegnung in einem unserer Hauskreise berichtete er aus seinem Leben und erzählte seine Spannende Lebensgeschichte (Lennart schrieb davon auf seinem Blog).
An diesem Abend, nach dieser schweren Niederlage für sein Team und seine Kinder, welche es ihm übel nahmen, dass er das Spiel im Kreise vieler deutscher Fans angeschaut hat, bekamen ich und Hagen, bei einem Bier in der Stadt und danach einem Kaffe in seiner Wohnung, einen Einblick in sein beachtlich aktiven Alltag. Der Journalist läuft stehts bewaffnet durch Israel und berichtet in seinem Internetradio-Programm über verschiedenste Themen. Er erzählte mir auch folgenden Witz: "Wer hat es leichter, Kaffe oder Tee?
- Der Kaffe, denn er setzt sich, aber der Tee mus ziehen." (Man muss dazu sagen, dass der für den Nahen Osten typische Kaffee einfach mit heißem Wasser in der Tasse getrunken wird, wobei sich der Kaffee dann absetzt).
Direkt im Anschluss an Gebäck und Getränken wurde die Leinwand aufgebaut und ich sah mich gezwungen, das Deutschalndspiel mitanzusehen. Das doch recht interessante und Tor-reiche Spiel versetzte meiner allgemeinen Apathie gegen Fußball einen herben Schlag und ich fing an, den einzigen England-Fan in unserer Runde, Walter Bingham, zu bemitleiden. Geboren in Karlsruher (alter Name: Wolfgang Billig) und der Shoa nach England (wo er dann zur Armee ging, mit welcher er dann in Deutschland als Rettungswagenfahrer an der Front diente) entkommen, weißt der symphatische Mann einen Schatz von Erfahrung und Erinnerungen auf. Bei der ersten Begegnung in einem unserer Hauskreise berichtete er aus seinem Leben und erzählte seine Spannende Lebensgeschichte (Lennart schrieb davon auf seinem Blog).
An diesem Abend, nach dieser schweren Niederlage für sein Team und seine Kinder, welche es ihm übel nahmen, dass er das Spiel im Kreise vieler deutscher Fans angeschaut hat, bekamen ich und Hagen, bei einem Bier in der Stadt und danach einem Kaffe in seiner Wohnung, einen Einblick in sein beachtlich aktiven Alltag. Der Journalist läuft stehts bewaffnet durch Israel und berichtet in seinem Internetradio-Programm über verschiedenste Themen. Er erzählte mir auch folgenden Witz: "Wer hat es leichter, Kaffe oder Tee?
- Der Kaffe, denn er setzt sich, aber der Tee mus ziehen." (Man muss dazu sagen, dass der für den Nahen Osten typische Kaffee einfach mit heißem Wasser in der Tasse getrunken wird, wobei sich der Kaffee dann absetzt).
Labels:
persönliches
Donnerstag, 24. Juni 2010
Seminar in Latrun
Ich berichte jetzt, leicht verspätet, von einem weiteren Seminar meines Trägers, welches vom 07.bis zum 09. Juni in Latrun stattfand. Latrun, das bezeichnet einen Hügel am Rande des judäischen Berglandes zu der Ayalon Ebene. Dort gibt es ein Kloster von katholiken, die sich vorgenommen haben, nicht so viel zu quaseln und 3 Bäume weiter das Gelände der Jesusbruderschaft. In ihren Räumlichkeiten haben wir genächtigt, gegessen und z.T. unser Programm abgehalten. Das Seminar stand unter dem Vorzeichen, dass es das letzte Seminar für einen sehr großen Teil der Volontäre sein würde. Wie das dann so üblich ist, erzählt jede Person dann, was ihr in der Zeit besonders wichtig geworden ist und wie es dann in Deutschland weitergehen wird.
Da ich meine Dienstzeit bis November verlängert hatte und es somit nicht mein letztes Seminar gewesen ist, blieb mir dies noch erspart. Jedoch haben mich viele der Erzählungen daran erinnert, was für ein Privileg ich genieße, hier in Israel, in Jerusalem leben und dienen ZU DÜRFEN, dass ich meine Motivation jeden Tag aufs neue bei der Arbeit prüfen sollte und meine Augen dafür öffnen lassen möchte, Gottes führende Hand in allem zu sehen.

Aber es gab auch unterhaltsame Beiträge der einzelnen Wohngemeinschaften zwischen den persönlichen Erfahrungsberichten.
Programmpunkt außerhalb der historisch zeugnisgebenden Räumlichkeiten der Jesusbruderschaft in Latrun war mitunter der Besuch des historischen Emmaus und den dortigen Katholiken.
Es gab viel Zeit zum Nachdenken, Bilanzieren und Beten sowie Geländespiele und Grillen (im Canada-Park)

Wie es bei solchen Seminaren immer der Fall ist, bekommen wir einen Überblick über die Geschichte der Landschaft, in welcher das Seminar stattfindet. Besonders nahegehend ist die Geschichte von vor 60 Jahren:
Die Straße zwischen Latrun und Castel war lange Zeit die einzige "Straße" von Tel Aviv nach Jerusalem und somit Lebensader für die in Jerusalem lebenden Juden. Mit der Verabschiedung des UN-Teilungsplanes für "Palästina" und dem danach ausbrechenden Überlebenskampf der Juden in Israel (auch Unabhängigkeitskrieg genannt), begannen die Menschen aus den arabischen Dörfern, welche sich auf den Hügeln neben der Straße (Bab el Wad) befanden, die Konvois für die Lebensmittelversorgung nach Jerusalem anzugreifen. Es gab Straßensperren und Hinterhalte, bei denen es innerhalb von 4 Monaten ca 1200 Tote gab. Verglichen mit dieser Blockade, gleicht die "Blockade" für den Gazastreifen einem goldenen Käfig.
Es wurde dann in Rekordtempo eine Umgehungsstraße gebaut, die sogenannte Burma Road
Bekannt wurde dann auch die von den Briten errichtete Polizeistation von Latrun, welche heute ein israelisches Panzermusuem ist. Hier waren die Kämpfe für die schlecht ausgetstatteten jüdischen Streitkräfte besonders schwer und blutig.
Am Ende des Seminars gab es natürlich auch wieder einen gemeinsamen Gottesdienst in der Kapelle der Jesusbruderschaft.
ps: Die vielen schönen Bilder sind von Meister Hagen. Danke Hagen!
Da ich meine Dienstzeit bis November verlängert hatte und es somit nicht mein letztes Seminar gewesen ist, blieb mir dies noch erspart. Jedoch haben mich viele der Erzählungen daran erinnert, was für ein Privileg ich genieße, hier in Israel, in Jerusalem leben und dienen ZU DÜRFEN, dass ich meine Motivation jeden Tag aufs neue bei der Arbeit prüfen sollte und meine Augen dafür öffnen lassen möchte, Gottes führende Hand in allem zu sehen.

Aber es gab auch unterhaltsame Beiträge der einzelnen Wohngemeinschaften zwischen den persönlichen Erfahrungsberichten.
Programmpunkt außerhalb der historisch zeugnisgebenden Räumlichkeiten der Jesusbruderschaft in Latrun war mitunter der Besuch des historischen Emmaus und den dortigen Katholiken.
Es gab viel Zeit zum Nachdenken, Bilanzieren und Beten sowie Geländespiele und Grillen (im Canada-Park)

Wie es bei solchen Seminaren immer der Fall ist, bekommen wir einen Überblick über die Geschichte der Landschaft, in welcher das Seminar stattfindet. Besonders nahegehend ist die Geschichte von vor 60 Jahren:
Die Straße zwischen Latrun und Castel war lange Zeit die einzige "Straße" von Tel Aviv nach Jerusalem und somit Lebensader für die in Jerusalem lebenden Juden. Mit der Verabschiedung des UN-Teilungsplanes für "Palästina" und dem danach ausbrechenden Überlebenskampf der Juden in Israel (auch Unabhängigkeitskrieg genannt), begannen die Menschen aus den arabischen Dörfern, welche sich auf den Hügeln neben der Straße (Bab el Wad) befanden, die Konvois für die Lebensmittelversorgung nach Jerusalem anzugreifen. Es gab Straßensperren und Hinterhalte, bei denen es innerhalb von 4 Monaten ca 1200 Tote gab. Verglichen mit dieser Blockade, gleicht die "Blockade" für den Gazastreifen einem goldenen Käfig.
Es wurde dann in Rekordtempo eine Umgehungsstraße gebaut, die sogenannte Burma Road
Bekannt wurde dann auch die von den Briten errichtete Polizeistation von Latrun, welche heute ein israelisches Panzermusuem ist. Hier waren die Kämpfe für die schlecht ausgetstatteten jüdischen Streitkräfte besonders schwer und blutig.
(Der Besuch des Museums war kein Teil des Seminarprogramms. Bild Rechts: Auf einem MK IV)
Am Ende des Seminars gab es natürlich auch wieder einen gemeinsamen Gottesdienst in der Kapelle der Jesusbruderschaft.
ps: Die vielen schönen Bilder sind von Meister Hagen. Danke Hagen!
Labels:
persönliches
Mittwoch, 16. Juni 2010
Umfrageauswertung
Im Zeitraum eines knappen Monats haben 22 Besucher meines Blogs an einer Umfrage zum Leserinteresse auf meinem Blog teilgenommen. 22 ist jetzt keine berauschende Zahl und auch die Auswertung zeugt von einer gewißen Unzufriedenheit meiner Stammleser. 5 von 22 (22,7%) mögen sogar meinen Schreibstil nicht! Allgemein ist das Verlangen nach mehr persöhnlichen Erfahrungsberichten, nach politischen Beiträgen und Bildern am herrausstechendsten.
Da so eine Umfrage mit vordefinierten Fragen nicht das ganze Meinungsspektrum zu meinem Blog abdeckt, wurden mir auf dem Weg der elektronischen Post noch weitere Leserwünsche geäußert:
-Interviews von mehrfachen Selbstmordattentätern
-Wer wie was am Tempelberg rumgräbt
-Wie die israelischen Behörden Bauwerke anbaggern
-Ob man mit Chummus auch Häuser bauen kann
Zudem wurde danach gefragt, ob ein Live webcam-stream in der Volontärswohnung installiert werden kann.
(Die Personen hinter diesen Forderungen möchte ich aus Personenschutzgründen nicht nennen. Für diesen Blogeintrag nennen wir diese fiktive Person einfach mal N. de la Montana)
Die Wünsche von N. de la Montana sind durchaus begründet doch kann ich dessen Erwartungen in diesem Blog mit meinen Möglichkeiten nicht treffen. Für derart seriöse Fragen möge er sich doch bitte an Israel Heute wenden.
Ich dank allen Teilnehmern an der Umfrage für...... ihre Teilnahme.
Das Ergebnis der Umfrage bringt mich dazu, den/das Blog so weiterzuführen wie zuvor.
mfg aus Jerusalem
Da so eine Umfrage mit vordefinierten Fragen nicht das ganze Meinungsspektrum zu meinem Blog abdeckt, wurden mir auf dem Weg der elektronischen Post noch weitere Leserwünsche geäußert:
-Interviews von mehrfachen Selbstmordattentätern
-Wer wie was am Tempelberg rumgräbt
-Wie die israelischen Behörden Bauwerke anbaggern
-Ob man mit Chummus auch Häuser bauen kann
Zudem wurde danach gefragt, ob ein Live webcam-stream in der Volontärswohnung installiert werden kann.
(Die Personen hinter diesen Forderungen möchte ich aus Personenschutzgründen nicht nennen. Für diesen Blogeintrag nennen wir diese fiktive Person einfach mal N. de la Montana)
Die Wünsche von N. de la Montana sind durchaus begründet doch kann ich dessen Erwartungen in diesem Blog mit meinen Möglichkeiten nicht treffen. Für derart seriöse Fragen möge er sich doch bitte an Israel Heute wenden.
Ich dank allen Teilnehmern an der Umfrage für...... ihre Teilnahme.
Das Ergebnis der Umfrage bringt mich dazu, den/das Blog so weiterzuführen wie zuvor.
mfg aus Jerusalem
Labels:
kategorielos
Montag, 14. Juni 2010
46. Woche (13. Juni – 19. Juni)
Blogeintrag in Anlehnung an Hendrik Buttkewitz:
Montag, 14.06.2010: Wir kamen abends zu einem gemeinsamen Mahl zusammen um vorzüglich zu speisen:
Montag, 14.06.2010: Wir kamen abends zu einem gemeinsamen Mahl zusammen um vorzüglich zu speisen:
Labels:
persönliches
Freitag, 11. Juni 2010
Abonnieren
Posts (Atom)





